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Welche Weinkeller und Weinguter sollte man auf der Weinstraße besuchen?
Kurz gesagt
Die sicheren Werte verteilen sich nach Sektor. Um Ribeauville und Riquewihr die historischen Häuser wie Trimbach, Hugel & Fils und die Cave de Ribeauville. Um Colmar und Turckheim Terroir-Weinguter wie Zind-Humbrecht. Überall kleinere Familienweinguter. Die richtige Wahl hängt von Ihren Lieblingsrebsorten und der verfügbaren Zeit ab.
Die Elsässer Weinstraße reiht auf 170 Kilometern Hunderte zur Verkostung geöffnete Weinkeller aneinander, von im 17. Jahrhundert gegründeten Häusern bis zu kleinen, auf Biodynamie umgestellten Familienweingütern. Für einen gelungenen Tag sind drei bis vier sich ergänzende Weinguter besser als eine Folge kurzer Halts. Hier eine Auswahl nach Sektor, von Nord nach Süd, mit Kriterien je nach Profil.
Um Ribeauville und Riquewihr: die großen Häuser
Dieser Sektor, etwa fünfzehn Kilometer nördlich von Colmar, vereint die bekanntesten Häuser des Weinbaugebiets. In Ribeauville ist das Haus Trimbach, seit 1626 in derselben Familie, eine Weltreferenz für trockenen Riesling mit seinem Clos Sainte-Hune. Ebenfalls in Ribeauville ist die Cave de Ribeauville, gegründet 1895, die älteste Winzergenossenschaft Frankreichs und bietet ein sehr breites Sortiment zu mäßigen Preisen. In Riquewihr stellt Hugel & Fils seit 1639 Wein her und bleibt über dreizehn Generationen in Familienhand. Diese Häuser empfangen Besucher unter der Woche, sprechen mehrere Sprachen und bieten strukturierte Verkostungen.
Um Colmar, Turckheim und Eguisheim: Terroir und Biodynamie
Im Herzen des Weinbaugebiets versammelt der Raum Colmar anerkannte Terroir-Weinguter. In Turckheim wird das auf Biodynamie umgestellte Weingut Zind-Humbrecht von Olivier Humbrecht geführt, dem ersten französischen Master of Wine, und arbeitet Parzelle für Parzelle. Eguisheim, ein kreisförmiges Dorf unter den schönsten Dörfern Frankreichs, beherbergt zahlreiche unabhängige Winzer und eine aktive Genossenschaft. Dieser Sektor eignet sich ideal, um die Begriffe Lage und Grand Cru zu verstehen, denn das Elsass zählt 51 klassifizierte Grands Crus.
Nördlicher Sektor, von Obernai bis Dambach-la-Ville: authentische Familienweinguter
Weniger besucht als die berühmten Dörfer des Haut-Rhin, bietet der Norden vertraulichere Familienkeller. Dambach-la-Ville besitzt die größte Weinbaugemeinde der Weinstraße mit 415 Hektar und produziert unter anderem auf dem granitischen Grand Cru Frankstein. Barr, Mittelbergheim und Andlau reihen kleine Weinguter aneinander, wo man oft den Winzer selbst trifft. Dieser Sektor ist die erste Wahl für den direkten Austausch und wenig verbreitete Cuvees.
Großes Haus, Genossenschaft oder Familienweingut: wie wählen
Jeder Kellertyp entspricht einer Erwartung. Große Häuser bieten ein volles Sortiment, eingespielten Empfang und mehrere Sprachen, ideal für einen ersten Zugang. Genossenschaften wie Ribeauville oder Turckheim bieten eine breite Auswahl zu gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Familienweinguter, oft nach Vereinbarung, lassen Sie den Winzer treffen und vertrauliche Cuvees probieren. Eine gute Route kombiniert meist zwei Typen, um die Stile zu variieren.
- Erster Besuch, mehrere Sprachen, breites Sortiment: großes Haus.
- Breite Auswahl zu mäßigen Preisen: Genossenschaft.
- Winzer treffen, vertrauliche Cuvees: Familienweingut nach Vereinbarung.
Besuche mit Privatfahrer organisieren
Drei bis vier über mehrere Dörfer verteilte Weinguter zu verketten, bedeutet Fahrten, Parkplatzsuche und Termine zu organisieren, ganz zu schweigen von der Masigung am Steuer. Mit einem Privatfahrer verkosten Sie unbesorgt, der Transport gekaufter Kartons ist nie ein Problem, und die Route passt sich Ihren Lieblingsrebsorten und den Entdeckungen des Tages an. Der Fahrer kann Termine im Voraus vereinbaren, besonders für kleine Weinguter, die nur nach Reservierung empfangen.
Häufige Fragen
Muss man für den Besuch eines Weinkellers im Elsass reservieren?
Bei großen Häusern ist ein Besuch unter der Woche oft ohne Termin möglich. Bei kleinen Familienweingütern, am Wochenende oder in der Gruppe, ist eine Reservierung dringend empfohlen oder sogar erforderlich. Während der Weinlese, von Mitte September bis Mitte Oktober, sollte man immer vorher anrufen.
Was kostet eine Kellerverkostung?
In der Regel 8 bis 25 EUR pro Person und Weingut, je nach Weinauswahl. Viele Keller rechnen die Verkostungsgebühr beim Kauf an, und einige kleine Erzeuger verzichten beim Kauf einiger Flaschen darauf.
Wie viele Weinkeller kann man an einem Tag besuchen?
Drei bis vier Weinguter sind ein vernünftiges Tempo für einen Tag, mit 45 bis 90 Minuten pro Besuch plus Fahrzeiten zwischen den Dörfern. Darüber hinaus lässt die Aufmerksamkeit nach und das Vergnügen verblasst.
Welche Keller für Riesling oder Gewurztraminer?
Für trockenen Riesling sind die Häuser von Ribeauville und Riquewihr wie Trimbach oder Hugel Referenzen. Für Gewurztraminer und Pinot Gris bringen die Terroir-Weinguter um Turckheim und Colmar, darunter Zind-Humbrecht, diese aromatischen Rebsorten zur Geltung.
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