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Wo parkt man für die Elsässer Weihnachtsmärkte?
Kurz gesagt
Kein großer elsässischer Markt ist mit dem Auto bis vor die Hütten erreichbar: autofreie Zentren in Colmar und Riquewihr, Sicherheitsbereich in Straßburg, Betonsperren in Ribeauvillé. Drei Systeme bestehen nebeneinander: Park-and-Ride mit Shuttle, Parkplatz am Rand mit Fußweg, und Absetzen. Voll wird es an Dezembersamstagen zwischen 10 und 11 Uhr.
Das Parken ist der größte Zeitfresser eines Markttages, noch vor den Fahrten selbst. Diese Seite beschreibt nicht die Märkte, die jeweils eine eigene Seite haben: sie vergleicht die Systeme, nennt die Uhrzeit, ab der jeder Standort kippt, und sagt, wo Absetzen möglich ist. Nur so lässt sich vor der Abfahrt entscheiden.
Drei Systeme, nicht eines
Die elsässischen Gemeinden haben unterschiedliche Lösungen gewählt, und wer sie verwechselt, verliert eine Stunde:
- Park-and-Ride mit Shuttle: das Auto bleibt mehrere Kilometer entfernt, ein eigener Shuttle übernimmt den Rest. So arbeitet Ribeauvillé mit einem Platz in Bergheim und Kaysersberg mit drei Plätzen an den Ortseingängen.
- Parkplatz am Rand mit Fußweg: der Stellplatz liegt nah, die letzte Etappe geht zu Fuß. So in Colmar und Riquewihr, wo die Parkplätze die Mauern säumen.
- Park-and-Ride mit Tram: eine Straßburger Besonderheit, das Ticket deckt Parken und Hin- und Rückfahrt für alle Insassen ab.
Ab wann jeder Standort kippt
Diese Angabe entscheidet den Tag stärker als die Zahl der Stellplätze. Erfahrungswerte an einem Dezembersamstag:
- Straßburg: die Tiefgaragen im Zentrum zeigen am Vormittag belegt. Die Park-and-Ride-Plätze halten länger, doch die Tram wird nach 14 Uhr voll.
- Colmar: der erste Parkring ist gegen 10.30 Uhr voll. Danach kostet die Platzsuche leicht vierzig Minuten.
- Riquewihr: die Parkplätze außerhalb der Mauern füllen sich gegen 10.30 Uhr, die Schlange auf der Straße von Ribeauvillé bildet sich ab 11 Uhr.
- Kaysersberg: das Tal hat nur eine Straße. Die Schlange beginnt ab 11 Uhr vor dem Ortseingang.
- Ribeauvillé an den Tagen des mittelalterlichen Marktes: in der Stadt selbst nach einem Platz zu suchen ist sinnlos, die wenigen Plätze sind vor 10 Uhr belegt.
Teuer ist nicht die Gebühr, sondern die Zeit
Ein Dorfmarkt ist in anderthalb bis zwei Stunden besucht. Vierzig Minuten Platzsuche, dazu fünfzehn Minuten Fußweg hin und ebenso zurück, bedeuten mehr Zeit fürs Parken als fürs Bummeln. Über einen Tag mit drei Märkten kann das Parken zwei volle Stunden verschlingen. Diese Rechnung, nicht der Parkscheinpreis, rechtfertigt einen anderen Anreiseweg.
Absetzen: was geht und was nicht
Die Standorte unterscheiden sich hier deutlich, und wer das vorab weiß, spart einen langen Umweg:
- Straßburg: Absetzen an einem der Zugänge zum Sicherheitsbereich möglich, weiter zu Fuß.
- Colmar: Absetzen am Rand der Fußgängerzone möglich, wenige Minuten von den sechs Märkten.
- Riquewihr: Absetzen am oberen Tor möglich, in die Mauern fährt kein Fahrzeug.
- Kaysersberg: Absetzen am Rand der Fußgängerzone möglich, was Shuttle und Schlange erspart.
- Ribeauvillé an den Tagen des mittelalterlichen Marktes: innerhalb der Betonsperren kein Verkehr, abgesetzt wird an einem äußeren Durchlass.
Eingeschränkte Mobilität und Kinderwagen
Die Fußwege von den Park-and-Ride-Plätzen reichen je nach Standort von 300 Metern bis zu mehreren Kilometern, und nicht alle Shuttles sind barrierefrei. Zwei konkrete Punkte: das Kopfsteinpflaster der mittelalterlichen Kerne, bei Regen oder Frost mit Rollstuhl wie mit Kinderwagen mühsam, und das Fehlen von Aufzügen in den meisten Steigungsgassen von Riquewihr und Kaysersberg. Ein Absetzen möglichst nah am Markt bleibt die einzige Lösung, die die Strecke wirklich beseitigt.
Wildes Parken ist keine Lösung
Die Straßen der Weindörfer sind eng und dienen Anwohnern, Feuerwehr und der Belieferung der Hütten. Parken außerhalb markierter Flächen wird in der Adventszeit konsequent geahndet, Fahrzeuge, die Zufahrten blockieren, werden abgeschleppt. In Ribeauvillé macht das System aus Betonblöcken die Einfahrt schon physisch unmöglich, unabhängig von jedem Bußgeld.
Häufige Fragen
Wo parkt man für den Weihnachtsmarkt in Colmar?
Eher am Stadtrand als im ersten Ring, der an Dezembersamstagen gegen 10.30 Uhr voll ist. Die Altstadt ist autofrei: die letzte Etappe geht in jedem Fall zu Fuß.
Ist das Parken an den Weihnachtsmärkten kostenlos?
Selten. Parkplätze am Rand und Park-and-Ride-Plätze sind meist kostenpflichtig, der zugehörige Shuttle oft kostenlos. In Ribeauvillé ist der Platz in Bergheim kostenpflichtig, in der Größenordnung von zehn Euro je Fahrzeug, mit kostenlosem Shuttle.
Wann muss man ankommen, um einen Platz zu finden?
An einem Dezembersamstag vor 10.30 Uhr an den meisten Standorten, vor 11 Uhr in Kaysersberg und Riquewihr. Unter der Woche ist der Druck deutlich geringer und beginnt erst nach 14 Uhr.
Darf man Fahrgäste vor einem Weihnachtsmarkt absetzen?
Ja in Straßburg, Colmar, Riquewihr und Kaysersberg, am Rand der Fußgängerzone beziehungsweise des Sicherheitsbereichs. Nein innerhalb von Ribeauvillé an den Tagen des mittelalterlichen Marktes, da die Stadt mit Betonblöcken geschlossen ist.
Besser Park-and-Ride oder möglichst nah parken?
Park-and-Ride, sobald Sie am Wochenende nach 10.30 Uhr eintreffen: der Shuttle ist schneller als die Platzsuche, und die Ausfahrt am Abend ist dort besser organisiert als in einem überlasteten Zentrum.
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