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Welche Elsässer Weihnachtsmärkte eignen sich mit Kindern?
Kurz gesagt
Nur Colmar hat einen eigens für Kinder gestalteten Markt, in Klein-Venedig, mit mechanischer Krippe und Fahrgeschäften. Mülhausen ist mit Kinderwagen am einfachsten, da sein Platz eben ist. Am schwierigsten sind die Weindörfer: ansteigendes Pflaster, enge Gassen und kein überdachter Rückzugsort. Mit kleinen Kindern höchstens zwei Märkte pro Tag.
Ein Weihnachtsmarkt mit Kindern plant sich anders als ein Sommerbesuch. Kälte, der Einbruch der Dunkelheit vor 17 Uhr und das Kopfsteinpflaster entscheiden über den Tag, lange bevor das Programm es tut. Diese Seite behandelt diese drei Zwänge und ihre Folgen für die Auswahl der Märkte; die Organisation eines Tages auf der Weinstraße mit Kindern im übrigen Jahr steht an anderer Stelle.
Der einzige wirklich für Kinder gemachte Markt
Colmar widmet einen seiner sechs Märkte den Kindern, den in Klein-Venedig am beleuchteten Kanal. Dort stehen eine mechanische Krippe und Fahrgeschäfte, auf engem und gut überschaubarem Raum. Anderswo sind Kinder willkommen, doch nichts richtet sich eigens an sie, ausgenommen die Werkstätten in Obernai, Bredele und Adventskränze, sowie dessen Schatzsuche von rund zwei Kilometern durch die Stadt, für die anderthalb Stunden zu rechnen sind.
Kinderwagen und Kopfsteinpflaster
Das ist das Kriterium, das die meisten Märkte ausschließt, und niemand erwähnt es vor der Abreise:
- Mülhausen: ein einzelner ebener Platz, kurzer Weg, mit Kinderwagen wie mit Rollstuhl problemlos.
- Colmar: Altstadt weitgehend eben, etwas Pflaster, kurze Wege zwischen den sechs Märkten.
- Obernai: fünf Plätze über Innenstadtstraßen verbunden, machbar, aber der Weg wird lang.
- Riquewihr, Kaysersberg, Eguisheim: ansteigendes Pflaster, enge Gassen, keine ebene Alternative. Bei Regen oder Frost mühsam.
- Ribeauvillé an den Tagen des mittelalterlichen Marktes: die Stadt ist mit Betonblöcken gesperrt, der Fußweg vom äußeren Durchlass kommt hinzu.
Der Nikolaus, nicht der Weihnachtsmann
Im Elsass ist die Figur, die Kinder anspricht, der heilige Nikolaus, gefeiert am 6. Dezember, lange vor dem 25. Er verteilt Mannele, kleine Milchbrotmännchen, die es nur in dieser Zeit beim Bäcker gibt. Obernai widmet ihm am 6. Dezember einen Umzug. Die örtliche Überlieferung stellt ihm zwei Gestalten zur Seite, die man Jüngeren besser vorab erklärt: das Christkindel im weißen Gewand und Hans Trapp, sein drohendes Gegenstück. Wer den Aufenthalt auf das erste Dezemberwochenende legt, verbindet Märkte und Nikolaus.
Wo man sich aufwärmt, und wo nicht
Anderthalb Stunden bei null Grad im Freien sind mit kleinen Kindern die praktische Grenze. Colmar hat das Koifhus, einen vollständig überdachten Markt auf zwei Etagen, der als Zuflucht dient. Mülhausen hat seine Museen, wenige Minuten entfernt. Die Weindörfer haben nichts Vergleichbares: außer den Winstubs, im Dezember ohne Reservierung oft voll, gibt es keinen überdachten Platz zum Sitzen. Die Pause einzuplanen, bevor sie nötig wird, verändert alles.
Die Uhrzeit ist die eigentliche Frage
Schön wird der Markt bei Einbruch der Dunkelheit gegen 16.50 Uhr, und die Dorfmärkte schließen zwischen 18 und 19 Uhr. Das Fenster, in dem man die Beleuchtung sieht, ist also genau jenes, in dem Kinder müde sind und das Abendessen naht. Der Kompromiss, der funktioniert: gegen 15 Uhr ankommen, den Markt bei Tageslicht abgehen, gegen 16.30 Uhr eine warme Pause einlegen, nach dem Einschalten der Lichter noch eine halbe Stunde hinausgehen und dann fahren. Höchstens zwei Märkte am Tag, unter vier Jahren nur einer.
Häufige Fragen
Welcher Elsässer Weihnachtsmarkt eignet sich mit kleinen Kindern?
Colmar, wegen des eigens für sie gestalteten Marktes in Klein-Venedig mit mechanischer Krippe und Fahrgeschäften sowie des überdachten Koifhus zum Aufwärmen. Mülhausen als zweite Wahl, wegen der Barrierefreiheit.
Kommt man mit dem Kinderwagen über die elsässischen Weihnachtsmärkte?
In Mülhausen und Colmar ohne Weiteres, in Obernai mit Mühe. Riquewihr, Kaysersberg und Eguisheim sind schwierig: ansteigendes Pflaster, enge Gassen und keine ebene Umgehung, vor allem bei Nässe oder Frost.
Wann kommt der Nikolaus im Elsass?
Am 6. Dezember. Obernai veranstaltet an diesem Tag einen Umzug für ihn. In der elsässischen Überlieferung verteilt er, nicht der Weihnachtsmann, die Mannele an die Kinder.
Gibt es überdachte Orte zum Aufwärmen?
In Colmar ist das Koifhus ein vollständig überdachter Markt auf zwei Etagen. In Mülhausen liegen die Museen wenige Minuten entfernt. In den Weindörfern gibt es außer den Winstubs, die zu reservieren sind, keinen überdachten Rückzugsort.
Wie viele Märkte schafft man mit Kindern an einem Tag?
Höchstens zwei, unter vier Jahren nur einen. Darüber hinaus überwiegen Fahrt und Warten die Zeit vor Ort, und am Ende entscheidet die Kälte an Ihrer Stelle.
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