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Muss man einem Privatfahrer in Frankreich Trinkgeld geben, und was ist an einem Verkostungstag üblich?

Aktualisiert am

Kurz gesagt

Nein, Trinkgeld ist nie Pflicht. Wenn Ihnen der Tag gefallen hat, lassen manche Gäste dem Fahrer am Ende des Tages 5 bis 10 Prozent des Tourpreises in bar: eine freiwillige Geste, keine Regel. Im Restaurant ist der Service im Preis enthalten, und nach einer kostenpflichtigen Verkostung im Weingut gibt man nichts extra, sondern kauft besser eine Flasche.

Viele Reisende kommen mit einem Reflex an: Zu Hause gehört Trinkgeld fest zum Preis für Fahrer, Servicekräfte und Gästeführer. In Frankreich ist die Logik eine andere, deshalb taucht die Frage vor einem Tag im Weinberg so oft auf. Hier steht, was an den einzelnen Stationen üblich ist, ohne Pflicht und ohne komplizierte Rechnerei.

Warum Frankreich anders funktioniert

In Frankreich ist der genannte Preis der Preis, den man zahlt. Für Restaurants und Bars sieht die Verordnung über die Preisauszeichnung vom 27. März 1987 vor, dass die Preise Steuern und Bedienung einschließen, mit dem Hinweis "prix service compris" auf der Karte. Das Personal erhält einen Lohn, und die französische Verbraucherbehörde DGCCRF weist darauf hin, dass Trinkgeld eine freiwillige Summe ist, die kein Beruf verlangen darf. Dasselbe gilt für den Transport: Der Preis einer Tour umfasst Fahrzeug und Fahrer, mehr wird nicht erwartet. Trinkgeld bleibt ein Dankeschön, keine Ergänzung zum Gehalt. Wer es gewohnt ist, auf jede Rechnung einen Prozentsatz aufzuschlagen, kann diese Gewohnheit für die Reise ablegen: Niemand in Frankreich erwartet sie, und niemand nimmt es übel, wenn Sie Ihren Dank allein dem Fahrer vorbehalten.

Der Fahrer: wie viel, wann, wie

Trinkgeld hat keinen Einfluss auf den Service, den Sie erhalten, und wer nichts gibt, ist nicht unhöflich. Der Fahrer fährt Sie genauso aufmerksam, ob Sie ein Trinkgeld geben oder nicht. Für Gäste, die ihrem Fahrer am Ende eines gelungenen Tages danken möchten, ist Folgendes am gebräuchlichsten.

  • Betrag: 5 bis 10 Prozent des Tourpreises, je nach Zufriedenheit. Auf 100 Euro Tourpreis sind das 5 bis 10 Euro.
  • Gruppe: Das Trinkgeld gilt dem Fahrzeug, nicht jedem einzelnen Fahrgast. Zu viert ergeben 10 Prozent also 2,50 Euro pro Person auf 100 Euro Tourpreis.
  • Form: Bargeld in Euro. Die Tour wird meist bei der Buchung bezahlt, am Ende des Tages gibt es also keinen Zahlungsmoment. Nehmen Sie vor der Abfahrt kleine Scheine mit.
  • Zeitpunkt: am Ende des Tages beim Absetzen, direkt in die Hand des Fahrers, am besten im Umschlag oder als gefaltete Scheine.

Im Restaurant: Bedienung inbegriffen

Beim Mittagessen unterwegs zeigt die Rechnung Preise inklusive Service, Sie schulden also nichts zusätzlich. In französischen Restaurants ist das keine Großzügigkeit des Hauses, sondern die übliche Preisgestaltung, und niemand wird Ihnen nachlaufen, wenn Sie nichts auf dem Tisch lassen. Wenn Essen und Empfang gut waren, sind ein paar Euro Kleingeld oder das Aufrunden auf den nächsten Euro eine geschätzte, aber nie erwartete Geste. Manche Kartenterminals schlagen einen Prozentsatz vor: Das ist nur ein Vorschlag, den Sie übergehen können, und Bargeld auf dem Tisch bleibt die einfachste Lösung, weil es direkt beim Servicepersonal ankommt. Wo Sie einkehren können, steht in unserem Restaurantführer für die Weinstraße.

Im Weingut und mit Gästeführer

Im Weingut wird eine kostenpflichtige Verkostung zum ausgewiesenen Preis bezahlt und nicht mit Trinkgeld bedacht: Wer einschenkt, ist oft der Winzer selbst. Willkommen ist stattdessen der Kauf einer oder mehrerer Flaschen. Viele Weingüter rechnen die Verkostungsgebühr beim Kauf an, und unser Artikel zur Buchung einer Weinverkostung erklärt das Vorgehen. Bei einem Gästeführer für ein Dorf oder eine Sehenswürdigkeit gilt dieselbe Regel: nichts ist verpflichtend, ein kleines Dankeschön in bar am Ende liegt bei Ihnen. Verkostungen, Mahlzeiten und Besichtigungen bezahlen Sie direkt vor Ort beim jeweiligen Betrieb. Wer mehrere Stationen plant, gibt nicht an jeder Trinkgeld: Eine bezahlte Verkostung oder eine gekaufte Flasche ist das ganze Geschäft. Wie viele Stationen an einen Tag passen, lesen Sie in wie viele Weingüter an einem Tag möglich sind.

Was mehr zählt als Trinkgeld

Ein Fahrer erinnert sich daran, wie der Tag verlaufen ist. Drei Dinge wiegen schwerer als jeder Schein: pünktlich zu den vereinbarten Treffpunkten erscheinen, jede Änderung so früh wie möglich melden (verspäteter Flug oder Zug, späterer Start, eine Person mehr oder weniger) und nach der Tour eine Google-Bewertung schreiben, die künftigen Reisenden bei der Wahl hilft und dem Fahrer zeigt, dass der Tag gelungen war. Für das Gesamtbudget des Tages lesen Sie unseren Tarifüberblick, und wer die Tour vorbereitet, erhält im Konfigurator in wenigen Minuten ein Angebot.

Häufige Fragen

Muss ich in Frankreich Trinkgeldsätze wie in den USA anwenden?

Nein. Amerikanische Prozentsätze werden nicht erwartet, weil französische Preise die Bezahlung des Personals bereits abdecken. Für einen Fahrer sind 5 bis 10 Prozent des Tourpreises schon eine großzügige und völlig freiwillige Geste.

Kann ich das Trinkgeld auch anders als bar geben?

Bargeld ist der einfachste und gebräuchlichste Weg, weil es direkt beim Fahrer ankommt. Haben Sie kein Bargeld dabei, werden ein freundliches Wort und eine Google-Bewertung genauso geschätzt.

Gibt man nach einer Verkostung im Weingut Trinkgeld?

Nein. Eine kostenpflichtige Verkostung wird nicht mit Trinkgeld bedacht. Eine Flasche zu kaufen, die Ihnen geschmeckt hat, ist die übliche Geste und für das Weingut am nützlichsten.

Ist die Bedienung in französischen Restaurants wirklich inbegriffen?

Ja, die ausgewiesenen Preise schließen Steuern und Service ein, mit dem Hinweis "prix service compris" auf der Karte. Ein wenig Bargeld extra für guten Service ist möglich, aber nie Pflicht.

Wie teilen mehrere Reisende das Trinkgeld auf?

Das Trinkgeld gilt dem Fahrzeug: Die Gruppe legt zusammen und übergibt dem Fahrer am Ende des Tages einen einzigen Betrag. Zu viert entsprechen 10 Prozent Trinkgeld 2,5 Prozent des Tourpreises pro Person.

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